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Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

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Faseraufschluss

Die Verarbeitung der Faserballen erfolgt in eigenen Faseraufschlussanlagen. Dabei wird der Holzkern des Stängels (die späteren „Schäben“) gebrochen, die Fasern trennen sich vom Holz. Je nach Weiterverarbeitung bleiben Faserbündel unter-schiedlicher Feinheit und Längenverteilung übrig. Während die Fasern für die textile Verarbeitung möglichst lang, fein und schäbenfrei sein müssen, stellen technische Anwendungen und insbesondere NFK nur geringe Anforderungen, die sich auch in niedrigeren Faserpreisen niederschlagen.

Möglichst feine und kurze Hanffasern können im Spritzgießverfahren verarbeitet werden. Für Vliese und Filze für spätere Formpressteile dagegen werden 6 bis 10 cm lange "technische Fasern" benötigt. In beiden Fällen ist ein möglichst geringer Schäbengehalt von weniger als ein bis zwei Prozent gewünscht, da die Schäben die weitere Verarbeitung stören können – bis hin zu sichtbaren Oberflächenstörungen im fertigen Produkt.

Bild (v.l.n.r.): verschiedene Naturfaserfilze und Faseraufschlussanlage
Bild (v.l.n.r.): verschiedene Naturfaserfilze und Faseraufschlussanlage
 
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