Zucker

Zucker (Saccharide) gehören zu den Kohlenhydraten. Sie sind im pflanzlichen Stoffwechsel unentbehrliche Energielieferanten, können aber auch als Gerüstsubstanzen fungieren. Nach ihrem Aufbau werden drei Gruppen unterschieden: Monosaccharide (Einfachzucker) als Grundbausteine aller Zucker, Oligosaccharide (Mehrfachzucker) aus zwei bis zu mehreren Dutzend Monosacchariden und Polysaccharide. Zur letzten Gruppe gehören Cellulose, Stärke, Chitin und Inulin.

Weltweit liefern Zuckerrohr und Zuckerrübe den weitaus größten Anteil am Zuckeraufkommen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Saccharose, ein Disaccharid. In Deutschland wird Zucker nur aus der Zuckerrübe hergestellt. Dabei steht die Zuckererzeugung für Nahrungszwecke im Vordergrund. Ein spezieller Zuckerstoff ist Inulin, das als Oligosaccharid aus etwa 40 Einfachzuckern aufgebaut ist.

In den Zuckerfabriken werden die Zuckerrüben gereinigt, gewaschen und geschnitzelt. Der Zuckerextraktion folgen weitere Reinigungs- und Konzentrationsvorgänge. Endprodukt dieses Verarbeitungsprozesses ist Rohzucker, als Nebenprodukte fallen Schnitzel, Schlamm und Melasse an.

Aus Zucker können Waschmittel, biologisch abbaubare Kunststoffe, kosmetische Erzeugnisse, Arzneimittel, Alkohol sowie Hilfs- und Zusatzstoffe hergestellt werden.

Stärke

Die Stärke gehört zu den wichtigsten pflanzlichen Reservestoffen. Stärke besteht aus den beiden Fraktionen Amylose und Amylopektin, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Molekülgröße und der Art der Vernetzung ihrer Glucosebausteine verschiedene, technisch nutzbare Eigenschaften besitzen.

Der größte Teil der weltweiten Stärkerzeugung entfällt auf die vier Pflanzenarten Mais, Weizen, Kartoffeln und Tapioka.

Stärke wird durch Auswaschen aus den zermahlenen oder zerkleinerten Ernteprodukten großtechnisch in Stärkefabriken gewonnen. Traditionell wichtige Abnehmer für Stärke sind in Deutschland die Papier- und Pappeindustrie, die chemische Industrie und die Textilindustrie. Auch biologisch abbaubare Werkstoffe, Klebstoffe, Hilfs- und Zusatzstoffe werden aus Stärke hergestellt. Die Verflüssigung und Vergärung von Stärke zur Herstellung von Alkohol (Ethanol) als Kraftstoff besitzt ebenfalls zunehmend Bedeutung.

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