Fließpressen
Beim Fließpressen wird aus Naturfasern oder Naturfaserhalbzeugen und einem duro- oder thermoplastischen Kunststoff zunächst eine so genannte Pressmasse produziert. In das Werkzeug eingebracht wird sie unter Druck- und Hitzeeinwirkung geformt. Bei Drücken von 60 bis 70 bar und Temperaturen von 130 bis 150 °C reagiert der duroplastische Matrixwerkstoff und härtet aus. Thermoplaste dagegen werden auf ca. 180 °C erhitzt und härten bei der Abkühlung. Mit diesem Verfahren lassen sich hochfeste, große Bauteile mit unterschiedlichen Wanddicken herstellen. Durch das Fließen der Pressmasse können auch komplexere drei-dimensionale Körper als beim Formpressen hergestellt werden. Als erster natur-faserverstärkter, thermoplastischer Verbundwerkstoff für den Außenbereich wird mittlerweile eine PKW-Unterbodenverkleidung in Serie produziert (A-Klasse Daimler Chrysler).

