WPC – Holzfaserkunststoffe

Wood Plastic Composites (WPC) vereinen die Vorteile von Holz und Kunststoff. Sie enthalten neben veränderlichen Holz- und Kunststoffanteilen auch Additive für UV-Schutz oder Farben. Weltweit werden jährlich inzwischen über 800.000 t WPC produziert. Während es in Nordamerika rund 700.000 t sind, setzt man mit geschätzten 30.000 t für Europa noch sehr geringe Werte an. Das am weitesten verbreitete WPC-Produktionsverfahren in den USA ist das Extrusionsverfahren, nur zwei Prozent aller Produkte wurden im Spritzgießverfahren hergestellt.

Der gesamte WPC-Absatz belief sich 2002 bezogen auf Nordamerika und Europa auf rund 750 Mio. US-Dollar, der überwiegende Teil wurde auf dem US-Markt abgesetzt. Etwa die Hälfte davon geht in Bauprodukte wie Verandenbodenbeläge oder -geländer aus Polyethylen (PE) mit einem Naturfaseranteil von 50-70 Prozent.

Weitere große Marktsegmente stellen Promenaden, Lärmschutzwände und Hafendocks sowie die Geländer-, Fenster- und Türenproduktion dar. WPC-Fenster- und Türenprofile bestehen meist aus Polyvinylchlorid (PVC) und einem Faseranteil von 30-70 Prozent. In Deutschland und Europa konzentriert man sich neben Anwendungen im Außenbereich, wie Fensterrahmen und Zaunsysteme, auf den WPC-Einsatz im automobilen Innenbereich sowie Kleinteile wie Griffe.

Bild (v.l.n.r.) Sessel und Gartenterasse aus WPC
Bild (v.l.n.r.) Sessel und Gartenterasse aus WPC

 

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